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Sonja erzählt

„Ihr Ziel liegt an einer nicht digitalisierten Strasse…“

Sonja das erste Mal bei mtbeerSonja das erste Mal bei mtbeer

…beschied mir die Stimme aus dem Lautsprecher, als ich früh am Morgen der Anreise die Koordinaten für die Tenuta il Cicalino ins Navi eingab. Jä nu, bis zu der ominösen Abzweigung wo der Wegweiser, wie so oft in Italien, nach der Ausfahrt steht gings ganz flott. Aber ungewöhnliche Manöver auf der Strasse werden hier ja grosszügig behandelt…

Nach dem Willkommensapero, einem ersten köstlichen Abendessen aus Salvos Küche und einer ungewohnt ruhigen Nacht starteten wir am Sonntag zur Einstiegstour „Valpiana“. Die Cappuccino-Gruppe war noch recht gross und gab mir genügend Zeit und Raum zum Angewöhnen. Immerhin war ich seit 2 Jahren praktisch nicht mehr auf dem Bike gesessen und meine Kondition zeigte deutlich Luft nach Oben.

Tags darauf folgte als erstes der Anstieg zum Montebamboli – spätestens da war ich froh, bei den Cappuccini geblieben zu sein, die durften sich in den Bus setzen um diesen elend steile Rampe zu überwinden! Nach der Znünipause am Korkplatz ging es schier endlos auf wunderbaren Trails rauf und runter und als das Cicalino wieder ins Blickfeld rückte, war ich richtig enttäuscht.

Spätestens nach diesem Tag realisierte ich, was für eine Arbeit das Team von mtbeer leistete, um die Trails zu Saisonbeginn wieder in Schuss zu bringen. Jeden Nachmittag im Anschluss an die Touren startete die Truppe mit schwerem Gerät zurück ins Feld, um den wilden Fenchel zu mähen, die wild gewordenen Dornenbüsche oder einfach müde gewordene Bäume aus dem Weg zu räumen – super Job, vielen Dank!

Die Tagestour ans Meer zur Cala Violina war etwas überschattet von Heidis Unfall, die plötzlich kopfvoran quer in einer Kurve lag. Zum Glück hatte sie sich keine ernsthaften Verletzungen zugezogen, aber die Kurven bergab gingen nicht mehr so flott übers Rad. Ich dagegen freute mich über meine zurück kehrende Form und schloss mich der Gruppe an, die die gut 30km zurück mit dem Bike fuhr. Nach dem gefühlt dritten Anstieg über ein Stoppelfeld in brütender Hitze zweifelte ich allerdings stark an meiner Entscheidung. Bei der nächsten Abfahrt im zügigen Slalom durch die Wälder verflogen die Zweifel aber sofort wieder.

Der folgende „Ruhe“-Tag mit Fahrtechnikkurs bei Housi und Massage bei Brigitte weckte die Lebensgeister und das Selbstvertrauen. Es ist immer wieder erstaunlich, was für Kleinigkeiten einem das Leben in den Trails merklich erleichtern.

Am Donnerstag konnten wir das gelernte umsetzen und starteten endlich in den „Brutalo“ – einige hatten diesen „Chännel“ ja schon am ersten Tag im Programm und davon erzählt. So einen coolen Trail hatte ich noch nie gefahren! Sogar Heidi mit ihren gequetschten Rippen fuhr den Canyon flott, die Therapie gegen das Sturz-Trauma vom Vortag wirkte. Die Bewertung dieser Abfahrt fiel nicht nur in unserer Gruppe praktisch einstimmig aus: am liebsten gleich nochmal!

Während der ganzen Woche waren wir um wirklichen Regen herum gekommen, erlebten ab und zu ein Wetterleuchten und ein paar Tropfen am Abend oder einmal nachts ein richtiges Gewitter. Dies kam Glungge-Thomas jeweils recht, denn dann gab es neue Pfützen, die er mit Anlauf und „juppie!“ queren konnte. Am letzten Tag wurde uns dieses Vergnügen dann allen zuteil. Nicht lange unterwegs, begann es in Strömen zu regnen und trotz Regenkleidung lief einem das Wasser durch die Hosen in die Schuhe. Als der Trail dann zum Bächli wurde, galt einfach die Devise: Mund zu!.. (gäll, Fränzi)
Die Temperatur war angenehm, nass war man schon, also nahmen wir die Abfahrt „schlafender Jäger“ hemmungslos und „meh Dräck!“ bekam eine neue Bedeutung. Wieder zu Hause wurde der Waschplatz nicht nur für die Bikes benutzt. Was für ein wunderbar erfrischender Abschluss einer tollen Woche!

Da gleichzeitig eine Senioren-Woche stattfand, die Guide Franz praktisch mit seiner Truppe „Burgdorfer Pro Senectute“ belegte, gab es eine grosse Altersspanne unter den Gästen: Die Jüngsten gut 30 und der Älteste 75 Jahre alt... Dies spielte aber überhaupt keine Rolle, wie einer sagte: Blöd tue isch ke Frag vom Alter. So erstaunt es auch nicht, dass ganz viele der Gäste nicht zum ersten Mal da waren. Die Stimmung ist toll, das Arrangement stimmt total und die Landschaft macht süchtig.

Vielen Dank und ja, wahrscheinlich bis zum nächsten Mal!
Sonja.

Samstag, 17. September 2016

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